Trekkingtouren und Wanderungen mit Eseln
Trekkingtouren und Wanderungen mit Eseln

Giftpflanzen für Esel

Viele blühende Pflanzen und Blumen sind wunderschön anzusehen und die meißten duften verführerisch. Doch noch lang nicht alles was schön aussieht ist für unsere Esel bekömmlich.

 

Instinktiv machen die Esel vor den meißen Giftpflanzen halt, doch das funktioniert nur solange diese frisch sind, also auf der Wiese oder am Wegesrand stehen und nicht wenn diese getrocknet im Heu liegen!!!
Deshalb ist es gut, wenn du die wichtigsten Pflanzen kennst und auch die Wiesen von denen dein Heu kommt, nur so kannst du deinen Esel schützen.

 

Viele gelb blühenden Pflanzen in Deutschland sind giftig, daher empfehle ich prinzipiell alle Blumen die du nicht kennst zu meiden.

 

Genau wie bei den Giftigen Gehölzen ist auch dies KEINE vollständige Giftpflanzenliste!

Die Liste wird ständig erweitert, so wie mir die entsprechenden Fotomodelle "über den Weg" laufen:-)

 

Bei Verdacht auf eine Vergifung sollte IMMER und ohne Zeitverzögerung ein Eselerfahrener Tierarzt gerufen werden!

häufig vorkommende, giftige Blumen:

Februar

Schneeglöckchen

 

Das Schneeglöckchen ist einer der ersten Frühlingsboten. Diese Pflanze blüht bereits im Februar, kaum dass der Schnee weg ist.
Giftig ist die ganze Pflanze, besonders aber die Zwiebeln. Bereits 1000g Schneeglöckchenzwiebeln sind tötlich für Pferde und warscheinlich auch für Esel.

Durch unsachgemäße Entsorgung von Gartenabfällen wurden und werden Schneeglöckchen ausgewildert.

Vergiftungserscheinungen sind

  • deutlicher Speichelfluss
  • Durchfall

Bei Verdacht auf eine Schneeglöckchen-Vergiftung sollte bis zum Eintreffen des Tierarztes euer Langohr möglichst viel trinken.

April

Hahnenfuß

oder auch Butterblume

 

Die leuchtend gelben Hahnenfußgewächse welche landläufig unter dem Namen Butterblume bekannt sind,  sind auf vielen Wiesen und Weiden zu finden und blüchen über viele Wochen.
Leider  beinhaltet diese Pflanze ein Nervengift welches die Inneren Organe schädigt und zu Schmerzen in den Hufen / Beinen führt.

Die typischen Vergiftungserscheinungen sind:

  • Durchfall
  • Störungen des Nervensystems
  • Entzündungen der Mundschleimhäute

In getrocknetem Zustand, also im Heu ist der Hahnenfuß unproblematisch.

Mai

Weißwurz / Salomonsiegel

 

Der Weißwurz oder auch Salomonsiegel genannt, ist in der ganzen Pflanze giftig, besonders aber die blauen Beeren die im August / September reifen.

Diese Pfanze bildet einzelne, aufstehende Stengel die beidseitig mit länglichen Blättern bewachsen sind. Auf der Unterseite des Stängels finden sich im Mai kleine weiße Glöckchen.

Vor allem in Buchen und Laubmischwäldern, aber auch unter Büschen und auf Wiesen ist diese hübsche Pflanze anzutreffen.

Der Weißwurz ist leicht giftig für Pferde und Esel, Magendarm-Beschwerden und Durchfall sind typische Vergiftungsanzeigen.

Wolfsmilch

 

Alle 40 Gattungen der Wolfmilch in Europa sind stark giftig. Hier auf dem Bild ist die Zypressen-Wolfsmilch zu sehen, sie begegnet uns an Wegrändern, Halbtrockenrasen und Böschungen.
Ebenfalls weit verbreitet ist die Sonnenwend-Wolfsmilch, sie wächst oft auf Ödland, an Getreidefeldern und in Weinbergen.
 

Die Wolfsmilch ist in allen Teilen stark giftig, auch noch im Heu!
 

Esel die mit Wolfsmilch beim Weiden in Berührung kommen und dabei die Pflanze verletzen, so dass die Milch auf ihre Nüstern und rund um das Maul kommt, haben kleine Pickelchen und Pusteln an diesen Stellen.

Der Kontakt mit den Augen kann zu schweren Entzündungen bis hin zur Erblindung führen!
 

Weitere Vergiftungserscheinungen:

  • starke Schleimhautreizungen
  • Magen-Darmbeschwerden mit Krämpfen und oft blutigem Durchfall
  • Absinken der Körpertemperatur
  • Taumeln bis zu Lähmungen
  • Leberschäden
  • Herzrhythmusstörungen
  • Blut im Harn und Kot

Waldmeister

 

Der Waldmeister ist für unsere Huftiere schwach giftig.

Er wächst bevorzugt in Buchen-, Laub- und Laubmischwäldern und blüht im Mai mit niedlichen, kleinen weißen Blüten.

Ab einer Dosis von 30 Planzen können Vergiftungserscheinungen auftreten, diese sind Futterverweigerung und Teilnahmslosigkeit.

Sauerampfer

 

Der Sauerampfer, auch Roter Heinrich, Sauer Ampfer oder großer Sauerampfer ist auf vielen Weiden zu finden.

Er blüht von Mai bis Juli.
Sauerampfer ist für Pferde und Esel in der ganzen Pfanze giftig!

Bei Rindern z.B. liegt die Dosis einer starken Vergiftung bei 0,1 – 0,5 % des Körpergewichts! Für Pferde und Esel sind uns keine Werte bekannt. Sauerampfer kann aber tötlich sein.
Vergiftungsanzeichen sind:

  • Zittern
  • abfallender Blutdruck
  • Lähmungen
  • Krämpfe
  • Magen- Darmbeschwerden
  • Blut im Harn
  • Durchfall (auch blutig)
  • Herzrhythmusstörungen

Tollkirsche

 

Die Tollkirsche gehört zu den giftigsten Pfanzen die in unseren Wäldern wachsen.

Mitte / Ende Mai blüht sie und im Sommer trägt sie blau-schwarze runde Beeren.

Die ganze Pflanze ist giftig, und bereits 200-300g der Blätter (120-180g getrocknete Blätter) oder 100g der Wurzel können für Pferde tödlich sein!

Sie wächst bevorzugt in Laub-Mischwäldern, an Weges- und Waldrändern und Lichtungen.

Die Vergiftungserscheinungen sind:

  • auffallender Durst
  • Schluckbeschwerden
  • trockene Schleimhäute
  • Sehstörungen
  • erweiterte Pupillen
  • erhöhte Pulsfrequenz und Atmung
  • Verstopfung
  • Anstieg der Körpertemperatur
  • Störungen im  Bewegungsablauf
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