Trekkingtouren und Wanderungen mit Eseln
Trekkingtouren und Wanderungen mit Eseln

Laubheu

Laubheu.... was ist das????

 

Laubheu, früher auch als Rahfutter bekannt, ist die Nutzung dünner Äste und Zweige ausgewählter Futterbäume als Winterfutter, dies ist auch bekannt als Schneitelung.

 

Die Schneitelwirtschaft ist eine uralte Methode der Futtergewinnung. Aufgrundlage Archäologischer Funde ist davon auszugehen, dass bereits in der Jungsteinzeit, also schon bei Beginn der bäuerlichen Lebensweise vor ca. 5000 Jahren, diese Winterfuttergewinnung stadtfand.
In Italien und der Schweiz genutzen Laubmesser zur Schneitelung haben ihren Ursprung bereits bei den Kelten.

 

Durch die Entvölkerung des südlichen Alpenraums im frühen 20. Jahrhundert ist die Schneitelwirtschaft stark zurückgegangen.
Die heute noch anzutreffenden typischen Schneitelbestände (wie z.B. die typischen Kopfweiden in Norddeutschland)  zeichnen eine ganz eigene Kulturlandschaft, sind aber deshalb vielerorts verwaldet.

In Teilen von Afrika und Südasien (Indien) ist es noch heute eine häufige Form der Futtergewinnung.

 

Die Esche, Weide, Linde, Ulme und Hainbuche zählen z.B. zu den Bäumen,

die vor 1900 viel "geschneitelt" wurden - also regelmäßig als Futterbäume zurückgeschnitten wurden und die jungen Tiebe dann als Winterfutter (Laubheu und Raufutter) getrocknet wurden.
 

Ebenfalls für die Laubheugewinnung für Esel eignen sich Birke, Apfel- oder Birnenbaumtriebe, Himbeerzweige und Haselnuss, sowie auch Brombeerblätter.

 

Für Esel, die ja bekanntlich einen hohen Raufutteranteil benötigen, ist die Laubheufütterung im Winter als Teil der Futterration absolut zu empfehlen.


Die großen Vorzüge sind:

  • Hochwertiges Winterfutter
  • hoher Raufaseranteil
  • Befriedigung des Kaubedürfnisses
  • Zufühung von notwendigen Vitaminen, Mineralen und Spurenelementen in der kalten Jahreszeit
  • Berschäftigung in den Futterpausen zwischen den normalen Heurationen
  • verbesserung der Gesundheit durch abwechslungsreiches Futter

 

Wer Laubheu herstellen möchte kann damit also für seine Esel ein hervorragendes Winterfutter gewinnen um den einseitigen Speiseplan in der kalten Jahreszeit aufzupeppen.

 

Die Herstellung ist denkbar einfach:
zu Beginn längerer Trockenperioden werden dünne Zweige geschnitten und wie Heu für 3 - 5 Tage draussen in der Sonne trocknen gelassen. 
Das fertige Laubheu muss dann trocken und luftig gelagert werden,

z.B. in dem es in Futterbündeln aufgehangen wird.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© 2017 - 2018 trekking-esel.de, Manuela Habich