Trekkingtouren und Wanderungen mit Eseln
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Weidepflege der Eselkoppel

Eine gute Eselkoppel sollte eine Weide sein auf der unsere Esel gesunde und schmackhafte Gräser und Kräuter finden und fressen können.

Optimale Weidegräser auf Grund ihrer Ausdauer und Trittfestigkeit sind vor allem das deutsche Weidelgras, Wiesen-Lieschgras (Timothee) und der Wiesenschwingel.
Gute Kräuter auf der Esel-Koppel sind z.B. Wiesensalbei, Löwenzahn, Kamille, Scharfgarbe, Beifuß, Brennesseln, Goldrute, Kornblume, Disteln und Spitzwegerich.

Viele Weideflächen sind jedoch ehemals Kuhweiden oder Pferdewiesen gewesen und nicht jede dieser Flächen wurde immer gut gepflegt.

Unkräuter und Pflanzen die für unsere Esel schädlich sein können oder einfach nur als Futterpflanze nicht taugen und durch starke Ausbreitung die Qualität und Nutzbarkeit der Eselkoppel mindern sind die Folge.

Ein erster Schritt zu einer guten Weide ist daher alle Schadpfanzen zu beseitigen.

Schadpflanzen auf der Weide

Hahnenfuß

 

Der Hahnenfuß oder auch Butterblume genannt ist giftig und hat auf der Koppel nichts verlohren.
Diese Pflanze breitet sich stark aus und verdrängt dabei die wichtigen Futterpflanzen.

Sind nur wenige Hahnenfußgewächse vorhanden kann man versuchen dies auszustechen was aufgrund des extremen Wurzelwerkes mit bis zu 50cm tiefen Wurzeln sehr schwierig und Mühselig ist.


Weitere Maßnahmen wären ein PH-Test des Bodens (Hahnenfuß wäschst am liebsten auf saurem Boden) und Kalkdünger kann da helfen in dem man den PH-Wert in den basischen Bereich von 6 - 7 kurzzeitig lenkt (7 ist ein neutraler Boden). Gräser verkraften das normaler Weise.

 

Der nächste, wichtige Schritt wäre die Nutzung eine Stachlige Rasenwalze oder eines Airfilzers zur Tiefendurchlüftung des Bodens, das mag der Hahnenfuß nicht, denn dadurch wird auch Staunässe vermieden.

 

Kalkstickstoff kann auf taunasse oder regennasse Flächen gestreut werden, es darf danach aber nicht sofort regnen!

Und die Esel dürfen die Fläche für 2-4 Wochen nicht betreten, eben solange noch Kalk sichtbar ist.

Eine Möglichkeit wäre zB im Frühjahr den Kalk auf eine Verschneite Fläche auszubringen, so kann er sich ganz allmälich auflösen und die Gefahr für die Esel ist ausgeschlossen.

 

Hahnenfuß soll laut Aussage einiger Landwirte den Vielschnitt nicht vertragen, es wäre also auch ein Versuch wert ihn ständig kurz zu halten.

 

Ein häufiges Nachsähen / Übersähen von gutem Weidegras bleibt bei starkem Bestand nicht aus, hier sprechen wir von etwa 15kg Nachsaat je ha im Jahr.

 

Hilft das alles nichts oder bei starkem Befall ist der Hahnenfuß nur durch eine Weidesanierung, auch auf ökologischem Weg möglich, in den Griff zu bekommen.

Professionelle Hilfe, wie etwa durch PeerConcept kann unter Umständen die richtige Entscheidung sein.

Sauerampfer

 

Der Sauerampfer / Roter Heinrich wird vor allem auf den Flächen angetroffen wo die Weidepflege stark vernachlässigt wurde und eine Überdüngung aufgetreten ist.

 

Will man dem Sauerampfer Herr werden geht dies nur über konsequentes Ausstechen der Pflanze im Frühjahr inkl. der kompletten Wurzel!
Hierfür ist eine Grabgabel nach einem Regen (also bei aufgeweichtem Boden) am besten geeignet.
Ein weiteres Aussamen der Pflanze ist unbedingt zu vermeiden, denn die Samen sind über Jahre hinweg keimfähig.
Gelingt es dir nicht alle Pflanzen vor der Blüte zu entfernen sollte spätestens jeden 2. Tag eine Kontrolle der verbliebenen Pflanzen erfolgen um dabei die neuen Blütenstände abzuschneiden bis das Wetter einen Regen schickt und die nächsten Pflanzen entfernt werden können.

Dieses Vorgehen funktioniert, muss aber konsequent über mehrere Jahre durchgezogen werden!

 

Versuche den Sauerampfer los zu werden durch das Absensen der Pfanze bei Regenwetter (damit Wasser in den geöffneten Stengeln steht und die Pflanze durch Fäulniss abtötet) oder das Aufbringen des bekannten Herbizid Roundup sind bei uns alle fehlgeschlagen und die dahingehenden Empfehlungen aus dem www können wir nicht bestätigen.

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